DIFIS-VERANSTALTUNGEN

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06.10.2022 - 07.10.2022
Jahrestagung: FIS-Forum 2022 und Social Policy Biennale
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DIFIS AKTUELL

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Sozialpolitische Lehre, 26.10.2021
Bestandsaufnahme der sozialpolitischen Lehre in Deutschland gestartet

Die DIFIS-Mitarbeiterin Dr. Anna Hokema macht eine Bestandsaufnahme der sozialpolitischen Lehre in Deutschland und hat mit der Befragung von Expert*innen begonnen.

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Forschungsprogramm, 20.10.2021
Entwicklung des DIFIS-Forschungsprogramms geht voran

Das DIFIS arbeitet aktuell an der Schärfung eines sozialpolitischen Forschungsprogramms, das als inhaltlicher und konzeptioneller Rahmen für die Förderaktivitäten des Instituts sowie die ab 2023 vom Institut selbst durchgeführten Forschungstätigkeiten fungieren soll.

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Sozialpolitik in der Pandemie, 11.10.2021
Erfolgreiche digitale Auftaktveranstaltung „Sozialpolitik in der Pandemie“ am 8. Oktober 2021

Auf der ersten vom DIFIS durchgeführten digitalen Veranstaltung „Sozialpolitik in der Pandemie“ bildeten die (Zwischen-)Ergebnisse der im Rahmen des FIS-Netzwerks geförderten Projekte mit Coronabezug den thematischen Mittelpunkt.

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01.10.2021
Eva Maria Welskop-Deffaa zur Präsidentin der Caritas gewählt - das DIFIS gratuliert

Nach vier Jahren im Vorstand ist Eva Maria Welskop-Deffaa zur Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes gewählt worden.

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LESETIPPS SOZIALPOLITIK


Als neue sozialpolitische Leitlinie empfiehlt Georg Cremer, früherer Generalsekretär der Caritas, das Konzept der Befähigungsgerechtigkeit. Den von Martha Nussbaum und Amartya Sen entwickelten Capability Approach konkretisiert er für die bundesdeutsche Sozialstaatlichkeit und arbeitet heraus, was Befähigungs- von Verteilungsgerechtigkeit unterscheidet und wie sie mit Eigenverantwortung und Solidarität zu verbinden ist.

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In einer kürzlich erschienenen, komprimierten Fassung seines jüngsten Forschungsberichts gibt das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik einen Überblick über die vielfältigen wissenschaftlichen Tätigkeiten der von DIFIS-Gründungsmitglied Prof. Dr. Ulrich Becker geleiteten Abteilung für ausländisches und internationales Sozialrechtwird in den Jahren 2018 – 2020. Die Forschung der Abteilung beschäftigt sich vorrangig mit dem sozialen Schutz.

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Die Bremer Universitäts­professorin Karin Gottschall hat mit ihrer Forschung die Debatten um Geschlecht, Arbeit, Ungleichheiten und ihre wohlfahrtsstaatliche (Mit-)Bedingtheit wesentlich vorangetrieben. Die Beiträge der Festschrift für Karin Gottschall gehen Geschlechterungleichheiten in (Erwerbs-)Arbeit, Wohlfahrtsstaat und Familie in ihren vielfältigen Spielarten nach.

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Alle beschwören in der Corona-Pandemie die Solidarität – doch niemand weiß so recht, was das heißt: solidarisch sein! Höchste Zeit, diesen alten Begriff zu entstauben und neu unter die Lupe zu nehmen. Dietmar Süß und Cornelius Torp erzählen seine spannende Geschichte voller Widersprüche, großer Gefühle und enttäuschter Erwartungen.

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Der Sammelband richtet den Blick auf den Zusammenhang zwischen Bevölkerungsentwicklung und Politik. Beiträger*innen aus 17 Ländern und fünf Kontinenten liefern vergleichende Analysen zu Bevölkerungsentwicklung, Einwanderung und Alterung und arbeiten regionsspezifische Muster heraus.

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Vorbeugende und sozialinvestive Politikansätze haben in den letzten zwei Jahrzehnten in der europäischen Sozialpolitik an Bedeutung gewonnen. Dieser Sammelband fasst die im Rahmen des FGW entstandenen Studien zusammen und bettet sie hinsichtlich ihrer sozialpolitischen Hintergründe, ihrer theoretischen und programmatischen Grundlagen und spezifischen Analyseperspektiven ein.

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Der Begriff der Freiheit wird in der Covid-19-Pandemie häufig gegen einen Staat in Stellung gebracht, der aus Gründen des Infektionsschutzes gravierend in die Gestaltung des Alltagslebens der Bürger* innen eingreift. Der Beitrag analysiert detailliert das Spektrum möglicher Formen gesellschaftlicher und politischer Steuerung in Zeiten der Covid-19-Pandemie.

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Drei Fragen an …

Katharina Wrohlich

Professorin für Öffentliche Finanzen, Gender- und Familienökonomie an der Universität Potsdam und Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am DIW Berlin
DIFIS-Gespräch: Pia Jaeger

Im August dieses Jahres ist das Führungspositionengesetz II (FüPoG) in Kraft getreten, welches die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst regelt. Die Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am DIW Berlin und Professorin für Öffentliche Finanzen, Gender- und Familienökonomie an der Universität Potsdam, Katharina Wrohlich, spricht im DIFIS-Gespräch über den Gender Pay Gap und das Problem der Teilzeitarbeit bei Frauen.

1
Ist Deutschland mit dem Führungspositionengesetz II auf einem guten Weg den Gender Pay Gap zu schließen?

Das Führungspositionen Gesetz II hat das Potential dazu beizutragen, dass wir sukzessive mehr Frauen in hohen Führungspositionen, zum Beispiel in Vorständen von Dax Unternehmen, sehen werden. Man darf aber nicht erwarten, dass dieses Gesetz kurzfristig den Gender Pay Gap in der gesamten Breite der Lohnverteilung verringern wird. Die ungleiche Verteilung der Löhne zwischen Frauen und Männer verbessert sich, wenn überhaupt, dann nur in sehr kleinen Schritten. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass in den letzten Jahren die Frauenerwerbsquote stark gestiegen ist, aber gleichzeitig auch der Teilzeitanteil. In Teilzeitpositionen werden, wie wir wissen, pro Stunde geringere Löhne gezahlt und das – neben einigen weiteren Faktoren – bremst die positive Entwicklung beim Gender Pay Gap.

2
In welchen Bereichen müsste eine politische Lösung gefunden werden, um die ungleiche Lohnverteilung zu beseitigen?

Betrachtet man die Lohnentwicklung über den Lebensverlauf, so sieht man, dass der Gender Pay Gap ab dem Alter von 30 Jahren stark ansteigt. Das liegt daran, dass in dieser Lebensphase Frauen viel häufigere und längere Erwerbspausen haben als Männer und danach oft nur in Teilzeit zurückkehren. Männer hingegen arbeiten in dieser Lebensphase Vollzeit, haben ein hohes Lohnwachstum, gerade in der Phase zwischen 30 und 45 Jahren, und dieses Lohnwachstum machen die Frauen nicht mit. Eine der Stellschrauben liegt daher in der Familienpolitik: Sie muss Anreize setzen, dass die Sorge- und Erwerbsarbeit gleichmäßiger zwischen Frauen und Männern aufgeteilt wird. Konkrete Maßnahmen wären beispielsweise eine Ausweitung der Partnermonate beim Elterngeld und ein Abbau der Hemmnisse für die Frauenerwerbstätigkeit, wie eine Reform des Ehegattensplittings und die Abschaffung der Minijobs. Diese Reformen könnten dazu beitragen, dass die Teilzeitfalle für Frauen überwunden wird.

3
Welche sozialpolitische Maßnahme würden Sie als erstes durchsetzen, wenn Sie Bundesministerin für Arbeit und Soziales wären?

Von den Dingen, die ich oben genannt habe, würde das Elterngeld ins Familienministerium gehören und die Abschaffung des Ehegattensplittings zur Agenda des Finanzministeriums. Die Abschaffung der Minijobs – mit möglichen Ausnahmen für Schüler*innen, Studierende und Rentner*innen – wäre aber Aufgabe des BMAS und aus gleichstellungspolitischer Perspektive eine wichtige Maßnahme.


Katharina Wrohlich
Professorin für Öffentliche Finanzen, Gender- und Familienökonomie
an der Universität Potsdam
und Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am DIW Berlin.
Forschungsschwerpunkte:
Die Evaluation von Familien-, Steuer- und Sozialpolitik sowie Analysen von Gender Gaps am Arbeitsmarkt.

Bildquelle: DIW Pressefoto