
Christin Achermann, 11.06.2026
Ausweisungsrisiko bei Sozialhilfebezug
Alle Menschen, die in der Schweiz leben, aber keinen Schweizer Pass haben, können ausgewiesen werden. Das kann beispielsweise passieren, wenn sie längere Zeit Sozialhilfeleistungen beziehen und der Bezug als „selbstverschuldet” gilt. Eine Studie zeigt, wie Behörden dies in der Praxis umsetzen und dass dabei die Migrationspolitik stärker ins Gewicht fällt als die Sozialpolitik.
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Franziska Anna Seidel, 28.05.2026
Getrennt und verbunden: Familienleben über Grenzen hinweg
Über das Familienleben unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter ist bisher nur wenig bekannt. Trotz physischer Distanz können familiäre Beziehungen wichtig für das Wohlbefinden und die psychosoziale Gesundheit sein. Franziska Seidel forscht zu transnationalen Familien und dazu, wie die Soziale Arbeit diese unterstützen kann.
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Sarrah Bock, 30.04.2026
Migration erforschen: Perspektiven der ersten Generation
Die erste Generation der sogenannten „Gastarbeiter*innen“ hat maßgeblich zur deutschen Wirtschaft beigetragen und lebt bis heute in Deutschland – ihre Lebenslagen im Alter bleiben jedoch in Wissenschaft und Politik weitgehend unbeachtet. Sarrah Bock untersucht das Alter(n) marokkanischer und tunesischer Arbeitsmigrant*innen aus einer rassismuskritischen, dekolonialen und intersektionalen Perspektive.
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Gesa Langhoop, 23.04.2026
Politische Mikropraktiken in der Sozialen Arbeit
Menschen mit Duldung haben kein gesichertes Aufenthaltsrecht und nur beschränkten Zugang zu sozialer Teilhabe. Auch für Sozialarbeiter*innen ist es schwierig, diese Menschen angesichts struktureller Hürden zu unterstützen. Doch sie suchen und finden Wege, Lebensrealitäten im Einzelfall zu verbessern – und damit handeln sie politisch, zeigt ein Forschungsprojekt.
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Karolina Barglowski, 12.03.2026
Migrantenorganisationen: unverzichtbar, aber benachteiligt
Migrantenorganisationen haben sich zu festen Akteur*innen in der deutschen Wohlfahrtslandschaft entwickelt. Doch während die institutionelle Anerkennung wächst, fehlt weiterhin gleichberechtigte Teilhabe an Ressourcen und Entscheidungen in wohlfahrtsstaatliche Strukturen.
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Sophia Landzettel, 05.03.2026
Familienpolitik: Wer soll was bekommen, und warum?
Kaum eine politische Kraft stellt öffentlich infrage, dass Kinder geschützt und gefördert werden sollen. Zugleich zeigen sich in Deutschland hartnäckige soziale Ungleichheiten zwischen Familien. Sophia Landzettel erforscht Einstellungen zu familienpolitischen Leistungen und geht den Spannungen zwischen normativen Ansprüchen und gesellschaftlicher Zustimmung auf den Grund.
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Katrin Menke, 03.07.2025
Reproduktionspolitiken als neues Feld der Sozialpolitikforschung
Inwiefern ist und sollte der Sozialstaat in Fragen der menschlichen Fortpflanzung involviert sein? Dieser Frage geht der Sammelband „Reproduction Policy in the Twenty-First Century“ nach, der von Hannah Zagel herausgegeben wurde. Zwölf Kapitel liefern Analysen der Reproduktionspolitiken etwa von Deutschland, Polen, den USA, Südkorea oder Uganda – und damit erste Einsichten in ein noch junges, globales Forschungsfeld der Sozialpolitikforschung. Katrin Menke hat den Band gelesen und für sozialpolitikblog rezensiert.
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Felicitas Hillmann, Lisa Sommerfeld, Gökçe Şenol, 26.06.2025
Zwischen Scam und dem Versprechen fairer Migration: die Vermittlungspraxis
Mit der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte soll der Fachkräftemangel im deutschen Arbeitsmarkt bekämpft werden. Verschiedene Initiativen sollen dabei sicherstellen, dass die Vermittlungspraxis nach fairen Maßstäben erfolgt, sowohl was die Arbeitsverhältnisse in Deutschland angeht, als auch bezüglich der Folgen für die Herkunftsländer und für die Migrant*innen selbst. Felicitas Hillmann, Lisa Sophie Sommerfeld und Gökçe Şenol haben in einer Mikrostudie die internationale Vermittlungspraxis im Kontext fairer Migration untersucht und präsentieren ihre Erkenntnisse.
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Jörg Bogumil, Philipp Gräfe, 19.06.2025
Bildung und Teilhabe
Warum werden Leistungen für Bildung und Teilhabe in ganz unterschiedlichem Umfang in Anspruch genommen? Jörg Bogumil und Philipp Gräfe sind dieser Frage in ihrer Studie "Bürokratielasten von Bildung und Teilhabe: Sachstand und Perspektiven der kommunalen Verwaltungspraxis im Ruhrgebiet" nachgegangen und haben Empfehlungen zum Abbau von Zugangshürden ermittelt. Sie mahnen aber auch klarere gesetzliche Vorgaben und Unterstützung durch Landesregierungen an.
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Pia Jaeger, Wolfgang Schröer, 12.06.2025
Kinder- und Jugendpolitik der Wenigen
Die junge Generation ist heute in Deutschland eine demographische Minderheit, deren Stimme in der Politik oft nur schwer Gehör findet. Pia Jaeger und Wolfgang Schröer stellen Empfehlungen des Bundesjugendkuratoriums sowie das Modell eines Zukunftsrats zur Diskussion, um die Bedarfe junger Menschen stärker zu berücksichtigen und ihre Interessen besser zu vertreten.
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Ortrud Leßmann, Gerlinde Janschitz, Dagmar Müller, 05.06.2025
Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen
Der Nationale Aktionsplan Kinderchancen soll dazu beitragen, die Situation von Kindern und Jugendlichen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, zu verbessern. Ortrud Leßmann, Gerlinde Janschitz und Dagmar Müller haben den wissenschaftlichen Berichtsteil zum ersten Fortschrittsbericht des NAP mitverfasst und informieren im sozialpolitikblog über den aktuellen Stand der Forschung und Handlungsbedarfe.
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Greta-Marleen Storath, 08.05.2025
Von Schweden lernen? Integration als Strategie gegen den Pflegepersonalmangel
Die Anwerbung von ausländischen Fachkräften als Strategie gegen den Personalmangel in der Pflege ist aufwendig und kann die Versorgungssituation in den Herkunftsländern beeinträchtigen. Der schwedische Wohlfahrtsstaat setzt stärker darauf, bereits zugewanderte Personen in den Pflegearbeitsmarkt zu integrieren. Greta-Marleen Storath erörtert, inwiefern Deutschland vom schwedischen Ansatz lernen kann.
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Claudia Finotelli, 13.02.2025
Ruhestandsmigration: Pensioners welcome?
EU-Bürger*innen können sich auch im Rentenalter in der EU frei bewegen, niederlassen und Leistungen der sozialen Sicherung grenzüberschreitend in Anspruch nehmen. Zunächst als wohlhabende Migranten*innen willkommen geheißen, sehen sie sich inzwischen mit Vorwürfen des Leistungsmissbrauchs konfrontiert. Im Interview erklärt Claudia Finotelli am Beispiel Spaniens, wie es zu diesem Wandel kam.
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Ewa Palenga-Möllenbeck, 30.01.2025
Die externalisierten Kosten des Schrumpfens
Während die älteren Generationen im globalen Norden zunehmend Unterstützung benötigen, sinkt die Zahl der jüngeren Menschen, die diese Aufgaben übernehmen können. In der Altenpflege etablieren sich deswegen transnationale Versorgungsketten. Ewa Palenga-Möllenbeck hat diesen neuen Sorgemarkt, die Folgen für Pflegekräfte und die Rolle des Staates untersucht.
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Norbert Neske-Rixius, 16.01.2025
Bildung und Teilhabe: „Leistungen kommen oft nicht an“
Das Bildungs- und Teilhabepaket ergänzt die Grundsicherung und soll Jugendlichen und Kindern gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Norbert Neske-Rixius hat untersucht, wie viele junge Menschen Anspruch auf diese Leistungen haben und wie viele sie erhalten. Im Interview nennt er Gründe für die Diskrepanz und weitere Forschungsbedarfe.
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Kirsten Hoesch, 19.12.2024
Was bedeutet Superdiversität für Sozialpolitik?
Diversität ist im öffentlichen Diskurs ein vielfach und schillernd verwendeter Begriff. Einen wichtigen Beitrag zur Debatte leistet Steven Vertovec, der den Begriff „Superdiversität“ prägte. Sein Werk „Superdiversity. Migration and Social Complexity“ ist nun auf Deutsch erschienen, aus dem Amerikanischen übersetzt von Alexandra Berlina. Kirsten Hoesch hat es gelesen und für sozialpolitikblog rezensiert.
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Serkan Topal, Fabian Hoose, 17.10.2024
Regulierung von Plattformarbeit: Für wen und wie?
Plattformarbeit ist oft prekär. Eine neue Richtlinie der EU soll den Beschäftigungsstatus von Plattformarbeitenden klären und sichern. Wie die Arbeitenden selbst, Plattformanbieter, Gewerkschaften und andere Stakeholder auf die Regulierung und soziale Absicherung blicken, hat ein Forschungsprojekt erkundet.
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Tom Heilmann, 26.09.2024
Wie anwendungsorientiert sollte Sozialpolitikforschung sein?
Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis sind sich größtenteils einig über sozialpolitische Herausforderungen. Sie haben aber unterschiedliche Erwartungen an deren Erforschung. In einer Interviewstudie mit Vertreter*innen beider Seiten sind DIFIS-Autor*innen diesen Perspektiven systematisch auf den Grund gegangen.
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Theresia Kayed, Johannes Wieschke, Susanne Kuger, 19.09.2024
Herausforderungen der Kindertagesbetreuung: Handlungsbedarf bei den Jüngsten
Der Bedarf an Plätzen in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) erreichte im Jahr 2023 für Kinder unter drei Jahren einen neuen Höchststand. Obwohl das Betreuungsangebot expandiert, reicht es häufig nicht aus, zeigt eine neue Studie des Deutschen Jugendinstituts im Auftrag des Bundesfamilien-ministeriums. Vor allem Eltern von Kindern unter drei Jahren sind betroffen. Auch Familien in sozialen Risikolagen haben es schwerer.
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Benjamin Opratko, 12.09.2024
Wie Ablehnungskulturen Rechtsextremismus befördern
Was haben Erfahrungen in der Arbeitswelt und Leistungsversprechen mit der Zustimmung zu rechtsextremen Parteien zu tun? Die Erforschung der Kultur in der Arbeitswelt gibt wichtige Hinweise zur Analyse aktueller politischer Entwicklungen.
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Thomas Lux, 05.09.2024
Ungleichheitskritik, die sich nach unten richtet
Sozialpolitische Themen regen viele Menschen auf, wenn sie mit moralischen Grunderwartungen brechen und die vermeintlich Schuldigen gleich mitliefern, sagt „Triggerpunkte"-Co-Autor Thomas Lux. Im Interview spricht er darüber, welche politischen Akteure das für sich nutzen, warum Klimathemen derzeit noch mehr triggern und wie Forschende reagieren können, wenn ihre Themen emotional aufgeladen werden.
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Katharina Walser, 22.08.2024
Urlaub für alle?
Strand, Sonnenliegen, gepackte Koffer, “Out of Office”-Nachrichten, die jemand in den Sand geschrieben hat wie Liebesbotschaften. Urlaub wird, zumindest im Netz, sehr einheitlich dargestellt. Dabei sieht die Wirklichkeit dieser besonderen Zeit im Jahr für viele anders aus – und ist nicht zuletzt auch eine sozialpolitische Frage. Ein Essay zur (Nicht-)Urlaubszeit.
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Jana Windwehr, Torben Fischer, 04.06.2024
Sozialpolitik im Europawahlkampf
Die Europawahl findet in den kommenden Tagen statt. Die sozialpolitischen Vorhaben der Parteien für die kommenden fünf Jahre analysieren PD Dr. habil. Jana Windwehr und Torben Fischer im zweiten Teil des Interviews zur Europawahl und Sozialpolitik.
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Jana Windwehr, Torben Fischer, 28.05.2024
Welche Bedeutung hat die Europawahl für die Sozialpolitik?
Die Europawahlen stehen unmittelbar bevor. In Deutschland wird am 9. Juni gewählt. Welche Bedeutung kommt diesen Wahlen für die Sozialpolitik zu? Im ersten Teil dieses Interviews zur Europawahl ziehen PD Dr. habil. Jana Windwehr und Torben Fischer eine Bilanz der Von-der-Leyen-Kommission.
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Bettina Kohlrausch, 11.04.2024
Soziale Desintegration: Nährboden für Rechtsextremismus
Die Enthüllungen von Correctiv verdeutlichten die tiefsitzenden Wurzeln rechter Ideologien in der deutschen Gesellschaft. Doch während die Gegendemonstrationen ein Zeichen der Hoffnung setzen, bleibt die Frage nach den sozialpolitischen Ursachen für rechtsextreme Einstellungen zentral. Über die komplexen Zusammenhänge zwischen Anerkennungsverlust, Arbeitswelt und dem Aufstieg des Rechtsextremismus spricht Bettina Kohlrausch, Direktorin des WSI, im Interview.
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Gerhard Bäcker, 13.03.2024
Was bringt das Rentenpaket II?
Die Bundesregierung hat sich auf eine Stabilisierung des Rentenniveaus geeinigt. Keine Selbstverständlichkeit, sagt Gerhard Bäcker, Senior Professor am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen im Interview. Auch die Folgen des Generationenkapitals und der Beitragserhöhung schätzt er im Gespräch mit sozialpolitikblog ein.
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Julia Jirmann, 29.02.2024
Das Ringen um Kinderfreibetrag und Kindergeld
Finanzminister Christian Lindner plant noch in diesem Jahr, die Kinderfreibeträge zu erhöhen, ohne dabei das Kindergeld erneut anzupassen. Damit würden einseitig Eltern mit höheren Einkommen entlastet. Das steht jedoch Vereinbarungen des Koalitionsvertrags entgegen. Verfassungsrechtlich wäre auch eine andere Lösung möglich, die wird aber noch zu wenig diskutiert.
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Christian Gräfe, 22.02.2024
Familienleben im Grundsicherungsbezug
Familien, die mit dem Existenzminimum leben, begegnen im Alltag vielen Zwängen und erleben kritische Lebensphasen. Eine qualitative Studie beleuchtet die Lebenswelten von Familien in der Mindestsicherung und deren Strategien, Armutslagen zu verarbeiten. Fachkräfte in Jobcentern beeinflussen die Lebenssituation von Familien und müssen sich auf die Lebensumstände der Familien einstellen.
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Aladin El-Mafaalani, 15.02.2024
„Wir müssen Begriffe der Migration dekonstruieren“
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) zur Migrationsforschung entsteht an der Universität Osnabrück. Es ist der erste in Deutschland, der sich mit Migration im engeren Sinne beschäftigt, sagt Prof. Aladin El-Mafaalani, der eins der Teilprojekte leitet. Im Interview spricht er über die Themen des SFB, interdisziplinäre Zusammenarbeit und das Verhältnis zur Sozialpolitikforschung.
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Ayodeji Stephen Akinnimi, 02.02.2024
Ohne Bleibeperspektive: Asylbewerber*innen aus Nigeria und Ghana suchen ihren Weg auf dem deutschen Arbeitsmarkt
Der Zugang von Migrant*innen zum Arbeitsmarkt wird durch ihren rechtlichen Status bestimmt. Wer keine Bleibeperspektive hat, ist auf den informellen Arbeitsmarkt angewiesen. Ohne soziale Absicherung, aber als Teil der globalen Erwerbsbevölkerung. Ethnographische Feldforschung verdeutlicht, dass es an der Zeit ist, diese Realität anzuerkennen.
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Anne Lenze, 14.12.2023
„Wir müssen das gesellschaftliche Existenzminimum verteidigen“
Die geplante Erhöhung des Bürgergelds für 2024 kommt, darauf haben sich die Spitzen der Koalition geeinigt. Doch der Regelsatz liegt schon heute unter der existenzsichernden Grenze, sagt Prof. Anne Lenze von der Hochschule Darmstadt. Das habe nicht nur für Bürgergeldbezieher*innen Folgen, sondern für alle.
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Katrin Hüsken, Kerstin Lippert, 23.11.2023
Rechtsanspruch auf Ganz­tags­betreuung im Grund­schul­alter – alle Eltern im Blick behalten
Fachkräftemangel und finanzielle Defizite erschweren die Um­setzung des Rechts­anspruchs auf Be­treuung für Kinder im Grund­schul­alter. Doch statt am Rechts­anspruch zu wackeln, sollten die Be­darfe von Eltern besser verstanden werden, finden die Autorinnen des neu erschienenen DJI-Kinder­betreuungs­reports, Katrin Hüsken und Kerstin Lippert.
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Hannes Schammann, Sybille Münch, Thorsten Schlee, 02.11.2023
Funktionierende Ausländerbehörden für die Einwanderungsgesellschaft
Die Zahl der in Deutsch­land lebenden Ausländer*innen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Doch nicht allein die steigenden Einwanderungs­zahlen fordern die Ausländer­behörden zunehmend. Warum die Behörden über­lastet sind und wie sich das ändern lässt, analysieren die Autor*innen einer neuen Studie.
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Hannah Zagel, 26.10.2023
(Keine) Kinder kriegen: Wie Staaten Reproduktion regulieren
Familienplanung wird häufig als Privatsache angesehen. Doch Prozesse um das Planen oder Vermeiden, Durchleben oder Beenden von Zeugung und Schwangerschaft werden staatlich gesteuert und sind politisch umkämpft. Dr. Hannah Zagel vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung über Reproduktion als Politikfeld und eine neue, internationale Datenbank.
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Ulrike Ehrlich, 12.10.2023
„Die Lebenswirklichkeit pflegender Angehöriger ernst nehmen“
Wer Familienmitglieder oder Freund*innen pflegt, trägt hohe finanzielle und berufliche Kosten, sagt Dr. Ulrike Ehrlich vom Deutschen Zentrum für Alters­fragen. Im Interview mit sozialpolitikblog spricht sie über den Vereinbarkeits­konflikt zwischen Erwerbs­arbeit und Pflege und welche Maß­nahmen Pflegende in Zukunft unterstützen können.
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Constanze Janda, 05.10.2023
Was bringt der Kompromiss bei der Kindergrundsicherung?
Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf für die Kinder­grundsicherung beschlossen. Was von dem großen sozial­politischen Vorhaben geblieben ist und ob künftig mehr Menschen die Leistung in Anspruch nehmen, darüber spricht Prof. Dr. Constanze Janda von der Deutschen Universität für Verwaltungs­wissenschaften Speyer im sozialpolitikblog-Gespräch.
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Enzo Weber, 07.09.2023
„Die Generation Z revolutioniert die Arbeitswelt nicht“
Faul und fordernd – so wird die junge Generation und ihre Haltung zur Arbeit häufig beschrieben. Diese Zuschreibungen lassen sich nicht wissenschaftlich belegen, sagt Prof. Dr. Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Was die Generation Z auf dem Arbeitsmarkt verändert und vor welchen Herausforderungen sie steht, erläutert er im Gespräch mit sozialpolitikblog.
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Felix Heidenreich, 03.08.2023
Eine Sozialpolitik der Zuversicht
Elendsvermeidung durch Umverteilung von Geld ist wichtig. Doch im Sozialstaat sollten auch Zukunftsaussichten und Perspektiven umverteilt werden, sagt PD Dr. Felix Heidenreich, wissenschaftlicher Koordinator des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung an der Universität Stuttgart im Gespräch mit sozialpolitikblog.
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Dina Frommert, 06.07.2023
"Alterssicherung braucht empirische Forschung"
Dr. Dina Frommert hat am 1. Juli 2023 die Leitung der Abteilung Forschung und Entwicklung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund übernommen. Im sozialpolitikblog-Gespräch äußert sie sich zu kurz- und langfristigen Herausforderungen für die Gesetzliche Rentenversicherung sowie Forschungsförderung und eigener Forschung.
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Brigitte Loose, 01.06.2023
Das FNA - engagierte Forschungsförderung zu Fragen der Alterssicherung
Das Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung feierte 2021 sein 20-jähriges Jubiläum. Brigitte L. Loose ist die Leiterin des FNA und spricht über die Entstehung des Netzwerks, seine Rolle in der Sozialpolitikforschung, beteiligte Forschungsdisziplinen und Zukunftsperspektiven.
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Hans-Peter Klös, 09.03.2023
Welche Zukunft für die Sozialpolitik der EU?
Die Krisen der heutigen Zeit verlangen Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis. Hans-Peter Klös ist ehemaliger Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft am Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und widmete sich immer wieder Aufgaben der Wissenschaftskommunikation und Politikberatung. Im sozialpolitikblog-Gespräch äußert er sich zu seiner Arbeit in verschiedenen Gremien und Kommissionen, der Notwendigkeit und den Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation, sowie zu dem Bericht der "High-Level-Group" des Expertengremiums der Europäischen Kommission mit dem Titel "The Future of Social Protection and of the Welfare State in the EU".
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Julia Kropf, 02.03.2023
Sozialpolitikforschung braucht Wissenschaftskommunikation!
In Zeiten von Corona, Krieg und Inflation braucht es nicht nur das Fachwissen von Experten zu Viren, Militär und Wirtschaft, sondern vor allem eine verständliche Kommunikation der wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Julia Kropf ist Moderatorin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik. Im sozialpolitikblog-Gespräch spricht sie über Wissenschaftskommunikation in Krisenzeiten, ihre Bedeutung für die Sozialpolitikforschung und warum Podcasts ein guter Weg sind, wissenschaftlichen Themen Gehör zu verschaffen.
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Clemens Tesch-Römer, 16.02.2023
Späte Freiheit
"Das Älterwerden ist für viele angstbesetzt. Aber wir sollten auch an die positiven Seiten des Alters denken: an Gelassenheit, späte Freiheit, möglicherweise auch an die Weiterentwicklung in Richtung Weisheit." Im sozialpolitikblog-Gespräch berichtet Clemens Tesch-Römer aus der Alternsforschung, von Befunden des deutschen Alterssurvey und beleuchtet drängende Forschungsfragen.
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Yvonne Wilke, 26.01.2023
"Es geht tatsächlich darum, ein, zwei gute Freunde oder Freundinnen um sich herum zu haben."
In diesem Interview mit Yvonne Wilke geht es rund um das Thema Einsamkeit, um die Arbeit des von ihr geleiteten Kompetenzzentrums Einsamkeit, um eine Einsamkeitspolitik und die Rolle von Sozialpolitik und Forschung zur Linderung von Einsamkeit.
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Ines Moers, 12.01.2023
„In Deutschland wird sehr gut zurückgezahlt, da können sich alle darauf verlassen“
In Deutschland nehmen aktuell 600.000 Menschen die Leistungen der Schuldnerberatungen in Anspruch. Die Gründe dafür reichen von Krankheit, über Trennung bis hin zur Arbeitslosigkeit. Ines Moers, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e.V. spricht im sozialpolitikblog-Gespräch über Schulden, die Schuldnerberatung und warum man sich so früh wie möglich Hilfe suchen sollte.
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Martin Rücker, 18.08.2022
Ernährungsarmut, ein unterschätztes Bildungsrisiko für Kinder
Steigende Lebensmittelpreise und die Proteste Betroffener heben das Thema Ernährungsarmut auf die politische Agenda. Wissenschaftler warnen seit langem vor den Folgen armutsbedingter Mangelernährung für Kinder. Die Sozialpolitik unterschätzt das bislang massiv – dies zeigt bereits die Methodik der Regelsatzfestlegung, die den Geldbedarf für eine gesunde Ernährung gar nicht erst ermittelt. Ein Fehler.
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Gerhard Timm (BAGFW), 02.06.2022
„Entscheidend wird sein, wie die Lasten verteilt werden“
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) gibt es mit Vorläufern seit fast 100 Jahren. Gerhard Timm ist seit 2009 Geschäftsführer der BAGFW. Im sozialpolitikblog-Gespräch redet er über den Klimaschutz, dessen Sozialverträglichkeit und die Erfolge und Schwierigkeiten, die den Wohlfahrtsverbänden auf dem Weg zur Klimaneutralität begegnen.
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