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DIFIS-Studie 2026/5: Digitale Chancengleichheit beim Zugang zu früher Bildung | Zur Verbreitung und Zugänglichkeit kommunaler Kita-Portale

Die Digitalisierung prägt zunehmend das Bildungssystem – auch den frühkindlichen Bereich, der für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Förderung benachteiligter Kinder zentral ist (Sylva et al., 2004). Digitale Angebote bieten großes Potenzial, Anmeldeprozesse für Kitas zu vereinfachen (Gundlach & Müller-Eiselt, 2021), doch ihre Zugänglichkeit für benachteiligte Familien ist bislang wenig erforscht. Die Untersuchung der digitalen Zugänglichkeit von Kita-Anmeldeportalen ist daher wichtig, um Barrieren wie sprachliche oder technische Hürden sichtbar zu machen und digitale Inklusion zu stärken. Ziel ist es, Ungleichheiten im Zugang zu frühkindlicher Bildung zu verringern. Die Studie nutzt Desk Research, um die Verbreitung und Zugänglichkeit von Online-Anmeldeportalen in ausgewählten deutschen Kommunen zu analysieren (Schünzel & Traue, 2022). Grundlage ist eine deduktiv-induktive qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) entlang vier Kategorien: technische Zugänglichkeit, sprachliche Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit. Die Kommunen wurden kontrastierend ausgewählt. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Portale erhebliche Zugangshürden aufweisen – etwa komplexe Verwaltungssprache oder eingeschränkte mobile Nutzbarkeit. Diese Barrieren erschweren den Anmeldeprozess für Eltern mit geringen Sprachkenntnissen, begrenzten digitalen Ressourcen oder wenig Verwaltungserfahrung und können soziale Ungleichheiten früh verstärken. Zugleich gibt es Kommunen mit gut strukturierten, mehrsprachigen und technisch zugänglichen Portalen. Diese Beispiele verdeutlichen, dass digitale Systeme, wenn sie ungleichheitssensibel gestaltet sind, Zugänge erleichtern und Verfahren transparenter und nutzerfreundlicher machen können.

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