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DIFIS-Impuls 2026/4: Arbeitsmarktsituation internationaler Studierender während des Studiums und Verbleib nach Studienende
Deutschland zählt weltweit zu einem der wichtigsten Zielländer für internationale Studierende mit kontinuierlich wachsenden Zahlen. Im Wintersemester 2023/24 waren rund 380.000 internationale Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben, die meisten kamen aus Indien (49.000), China (38.700) und der Türkei (18.100). Auch in der Forschung zeigt sich diese Internationalisierung: 2024 waren 63.100 internationale Wissenschaftler*innen an deutschen Hochschulen tätig, 14,7% des Gesamtpersonals. Diese Entwicklung bringt Herausforderungen und Veränderungen für die gesamte Hochschullandschaft mit sich: Verfahrenswege müssen angepasst werden, Fragen zur Unterrichtssprache und zu den Inhalten stellen sich neu. Wie sollen Unterstützungsstrukturen aussehen? Auch im Alltagsleben, etwa bei der Versorgung mit Wohnraum, entstehen neue Anforderungen. Das Beispiel Kanada, wo sich die Universitäten viele Jahre über ihre internationalen Studierenden teilfinanzierten, veranschaulicht die Risiken dieses Zuwanderungstypus: weil mit dem Zugang zum Studium auch ein Zugang zum Arbeitsmarkt verbunden ist, dienten die internationalen Studierenden als Pool für billige Arbeitskräfte. Zugleich entstanden Colleges, die nicht-zertifizierte Abschlüsse vergaben, Studierende hielten am Studienende minderwertige Bildungsabschlüsse in den Händen. Durch die Kappung der Obergrenzen für internationale Studierende gerieten viele Hochschulen in eine Finanzkrise, weil die Einnahmen wegfielen. Deutschland mit seinem überwiegend kostenfreien Studienangebot befindet sich hier in einer anderen Situation. Auch in Deutschland können internationale Studierende bis zu 20 Stunden in der Vorlesungszeit arbeiten, in der vorlesungsfreien Zeit unbeschränkt. Was heißt dies?
Da Berlinweit die TU Berlin die Universität mit den meisten internationalen Studierenden ist, haben Hillmann und Sommerfeld im Sommer 2025 dort eine Befragung zur Arbeits- und Lebenssituation der internationalen Studierenden durchgeführt. An der Online-Erhebung nahmen 355 Teilnehmer*innen (Alumni und internationale Studierende) aus 76 Ländern teil, es wurden Experteninterviews und Fokusgruppen mit Studierenden aus der Türkei und Indien durchgeführt. Es ließen sich Trends identifizieren.
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Felicitas Hillmann, Sophie Stefos Sommerfeld : DIFIS-Impuls 2026/4: Arbeitsmarktsituation internationaler Studierender während des Studiums und Verbleib nach Studienende

Felicitas Hillmann ist zurzeit Gastwissenschaftlerin am Fachgebiet Arbeitslehre, Technik und Partizipation, an der Fakultät I der TU Berlin. Sie leitete bis 10/2025 das Projekt
„Paradigmenwechsel_weiterdenken“ an der TU Berlin, gefördert durch das BMAS, und betreut das nups-Netzwerk. Sie forscht, publiziert und lehrt zu den Themen Internationale Migration, Arbeitsmarktintegration und Sozialpolitik (siehe: https://www.tu.berlin/arte/nups).

Lisa Sophie Sommerfeld ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im nups-Team an der TU Berlin. Am 12.06.2025 verteidigte sie erfolgreich ihre Dissertation mit dem Titel „On the edge of the city – not the edge of society. Refugees’ New Life in Berlin’s Marzahn District: Integration and Urban Transformation through the Promotion of Human Capabilities“. Aktuell arbeitet Frau Sommerfeld an Mikrostudien zu den Themen „Vermittlungsagenturen und Fair Recruitment“ sowie „Internationale Studierende an der TU Berlin“ mit. Zudem ist sie Ansprechpartnerin für die nups-PhD-Nachwuchsgruppe.



