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DIFIS-Studie 2026/10: Solidarisch, ehrenamtlich, prekär. Untersuchung und Typologisierung von Anlaufstellen zur Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung in Deutschland

Die vorliegende Studie analysiert die Anlaufstellenlandschaft für Menschen ohne Krankenversicherung in Deutschland. Es wurden 147 Anlaufstellen in Deutschland identifiziert, die Menschen ohne Krankenversicherung Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen. Ihr Angebot reicht von ambulanter Behandlung und Vermittlung an kooperierende Ärzt*innen bis hin zu professioneller Beratung zur (Re-)Integration in das Krankenversicherungssystem.

Die Erhebung gibt Aufschluss über einen bundesweiten Trend einer wachsenden Gesundheitsinfrastruktur für Menschen ohne Krankenversicherung, die auf bestehende Versorgungslücken reagiert: 46 % der Anlaufstellen erhalten keine öffentlichen Mittel und sind vollständig auf Spendeneinnahmen angewiesen. Im Durchschnitt werden 72 % der Tätigkeiten von Ehrenamtlichen, vor allem von Ärzt*innen, die unentgeltlich arbeiten, getragen. Die Infrastruktur wächst, bleibt aber strukturell fragil.

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