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Ein Löwenjunges brüllt. Foto: iStock | xp33gt
sozialpolitikblog-Gespräch 07.09.2023

„Die Generation Z revolutioniert die Arbeitswelt nicht“

Faul und fordernd – so wird die junge Generation und ihre Haltung zur Arbeit häufig beschrieben. Diese Zuschreibungen lassen sich nicht wissenschaftlich belegen, sagt Prof. Dr. Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Was die Generation Z auf dem Arbeitsmarkt verändert und vor welchen Herausforderungen sie steht, erläutert er im Gespräch mit sozialpolitikblog.


Interview: Johanna Ritter

 

Über die Generation Z, die etwa zwischen 1995 und 2010 geboren wurde, heißt es, sie wolle weniger arbeiten, sie wolle flexibel und mobil sein und sie sei weniger engagiert bei der Arbeit. Welche dieser Aussagen lassen sich wissenschaftlich halten?


Wenn Sie mich fragen, lässt sich kaum etwas halten. Arbeitszeitwünsche haben sich über Jahrzehnte erstaunlich wenig geändert. Allerdings haben sich Studierendenanteile stark erhöht. Und wenn man noch studiert und nebenbei einen Minijob ausübt, hat man natürlich einen sehr niedrigen Arbeitszeitwunsch. Wenn das in die Mittelwerte eingerechnet wird, zieht das diesen logischerweise nach unten. Aber das hat ja nichts mit der Einstellung der Generation zu tun.


Sie haben kürzlich eine Studie zum „Quiet Quitting“ veröffentlicht. Menschen gehen weiter einer Arbeit nach, haben sich aber innerlich schon von ihrem Job verabschiedet. Trifft das auf mehr Menschen zu? Und wie sieht es hier mit den Jungen aus?


Unsere Studie zeigt einen Rückgang bei der Bindung an den Arbeitgeber und beim Engagement vor der Corona-Pandemie. Während der Pandemie gab es eher wieder eine Gegenbewegung. Die Generation Z hat demnach sogar eine etwas höhere Bindung an Arbeitgeber als andere Altersgruppen. Allerdings war sie im Betrachtungszeitraum vor der Pandemie teilweise noch kaum aktiv auf dem Arbeitsmarkt. Alles in allem ist eine Quiet-Quitting-Generation nach unseren Erkenntnissen nicht offensichtlich.


Eine Behauptung ist auch, dass Angehörige der Generation Z ständig den Job wechseln. Das sehen wir nicht in der Beschäftigungsstatistik. Jüngere wechseln zwar häufiger den Arbeitgeber als andere. Das ist aber klar, sie sind häufiger befristet und noch nicht so etabliert im Job. Das war mit der jüngeren Generation vor zehn oder 20 Jahren genauso.


Was ist mit den Wünschen nach mehr Flexibilität?


Da hat sich in der Tat etwas getan. Während der Corona-Pandemie haben alle gesehen, dass es geht, zum Beispiel im Home Office zu arbeiten. Die Generation Z hatte diesen Schock beim Eintritt auf den Arbeitsmarkt schon erlebt. Aber mehr Flexibilität wird auch von den Älteren eingefordert. Als ich selbst zum Beispiel Mitte der Nuller-Jahre auf den Arbeitsmarkt kam, gab es Massenarbeitslosigkeit. Da konnte man wenig fordern. Unternehmen, die teilweise noch an diese Situation gewöhnt sind, erscheint es vielleicht merkwürdig, wenn Jüngere etwas fordern.


In einer Zeit des Fachkräftemangels können gut ausgebildete, junge Menschen ihre Wünsche an eine Arbeitsstelle offener aussprechen. Das wirkt sich offenbar auf die Wahrnehmung dieser Generation auf dem Arbeitsmarkt aus.


Ja. Die junge Generation ist in diese Arbeitskräfteknappheit hineingeboren. Aber auch Lebensverhältnisse haben sich verändert. Das sieht man zum Beispiel an der Phase der Familiengründung: Früher haben in dieser Phase mehr Frauen aufgehört, zu arbeiten. Auch wenn heute noch die Männer mehr arbeiten, ist es doch Standard, dass beide am Arbeitsmarkt sind. Das Alleinverdienermodell ist abgelöst, die Kinderphase wird mehr und mehr eine partnerschaftliche Sache. Und dann brauchen die Familien natürlich eine andere Flexibilität bei der Arbeit.


Also, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das Arbeiten haben sich verändert und die junge Generation geht jetzt auf ihre Art und Weise damit um.


So ist es. Ich kann nicht erkennen, dass die Generation Z mit ihren ureigenen Einstellungen gerade die Arbeitswelt revolutioniert. Dafür hat sie zahlenmäßig auch zu wenig Gewicht auf dem Arbeitsmarkt. Sie ist, wie jede Generation, ein Kind ihrer Zeit. Das sind junge Menschen, die kommen auf den Arbeitsmarkt, die sehen die Verhältnisse und sind diesen ausgesetzt. Natürlich können sie durch ihr Handeln einen Teil beitragen. Aber dieser Generation eine Kernrolle bei der Veränderung von Standards auf dem Arbeitsmarkt zuzuschreiben, halte ich für überzogen.


Die Debatte um die Generation Z und ihre Haltung zum Arbeiten ist oft wenig sachlich. Oft stehen Bewertungen im Vordergrund. Mal klingt es wie ein Vorwurf an die Generation, mal werden die Jungen kollektiv gelobt. Ist das Konzept der Generation hilfreich für empirische Analysen oder geht es eher um eine politische Debatte?


Ich bin kein Generationenforscher, sondern Ökonom und Arbeitsmarktforscher. Aber wenn ich es sozialwissenschaftlich betrachte, ist das Konzept einer Generation hilfreich, wenn es wirklich ein prägendes Momentum gibt, das diese Gruppe identifiziert, und zwar in Abgrenzung von anderen Gruppen. Ansonsten ist es eine Altersgruppe, und natürlich verhalten sich Jüngere in jeder Zeit anders als Ältere. Ein bisschen von diesen Generationenzuschreibungen stimmt aber auch. Zum Beispiel zeigt sich ein hohes Bedürfnis nach Selbstbestimmung, das mit dem Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten einhergeht. Manches an einer Generationsbezeichnung kann durchaus hilfreich sein, um Dinge auf den Punkt zu bringen. Aber man sollte es in der Verallgemeinerung nicht übertreiben. Hinzu kommt, dass die Unterschiede zwischen den Menschen ein und derselben Generation üblicherweise sehr viel größer sind als die Unterschiede zwischen Generationen.


Blendet denn das Generationenkonzept soziale Unterschiede innerhalb einer Generation aus?


Wenn man von der Generation Z spricht, erklärt man einen bestimmten Typus für diese Generation als prägend. Das erste, was einem dann durch den Kopf zuckt, ist nicht ein Hauptschulabbrecher. Sondern man spricht von einem Typus, der gut ausgebildet und ein bisschen hip drauf ist. Jemand, für den Arbeit eher zweitrangig ist und der hohe Forderungen bei eher wenig Leistungsbereitschaft stellt. Das impliziert, dass dieser Typus es sich leisten kann, kürzerzutreten, ohne dass es dadurch zum Leben zu knapp wird. Es gibt aber in derselben Altersgruppe, die per Definition auch zu der Generation gehört, Unterschiede. Es gibt diejenigen, die sozial abgeschlagen sind, diejenigen, die sich voller Engagement ins Berufsleben stürzen und diejenigen, die eher auf Sicherheit und geregelte Verhältnisse setzen.


Von welchen sozialen Unterschieden auf dem Arbeitsmarkt sind junge Menschen betroffen?


In Deutschland setzt sich innerhalb von Familien Bildungsschwäche fort. Das Elternhaus spielt eine wesentliche Rolle für den Bildungserfolg und für den beruflichen Erfolg der Kinder. Aber es hat sich auch einiges geändert: Ab den 2010ern gab es bei den kleineren Gehältern stärkere Lohnsteigerungen. Es kam der Mindestlohn, ein Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt und gleichzeitig zunehmende Arbeitskräfteknappheit. Sinkende Reallöhne haben wir nun allerdings wieder wegen der sprunghaften Inflation, aber nicht wegen schwacher Lohnentwicklung. Da hat sich also etwas zum Besseren gewendet. Aber bestimmte strukturelle Probleme gibt es weiterhin.


Lenkt die Diskussion über einen bestimmten privilegierten Typus, der als prägend für eine ganze Generation gesehen wird, die Debatte weg davon, dass es eben nicht allen jungen Erwachsenen auf dem Arbeitsmarkt leicht fällt?


Also es ist in der Tat eine Debatte, die das Risiko hat, ins Elitäre abzudriften. Damit meine ich keineswegs die gesamte Diskussion. Auf dem Arbeitsmarkt gibt es heute bessere Möglichkeiten als vor 20 Jahren. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns jetzt mit Befindlichkeiten auseinandersetzen könnten. Wir sind nicht bei Vollbeschäftigung. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist gestiegen. Die Chancen, aus der Arbeitslosigkeit wieder herauszukommen, sind aktuell so schlecht wie in Lockdown-Zeiten. Die Zahl der jungen Leute, die ohne beruflichen Abschluss ins Leben geht, steigt. Und das in Transformationszeiten, in denen eigentlich das Gegenteil erreicht werden müsste. Es besteht erheblicher Investitionsbedarf. Es geht dabei um Investitionen, die üblicherweise nicht als Investitionen gezählt werden, weil sie sich nicht in Beton messen lassen. Wir haben sozialen Investitionsbedarf. Und ja, da ist es möglich, dass die Debatte zur Generation Z ein bisschen ablenkt.


Sie haben schon gesagt, dass die junge Generation auf eine gesellschaftliche Situation trifft. Wir haben zum Beispiel von Fachkräftemangel gesprochen. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen für die Alterssicherung oder für die Frage, wie viel Sorgearbeit notwendig wird. Hinzu kommt die Klimakrise, die ebenso Zukunftsaussichten beeinflusst und die bisherige Art zu wirtschaften und zu arbeiten infrage stellt. Wo bleiben die sozialpolitischen und sozialökologischen Perspektiven in der Generationendebatte?


Eine Zuschreibung auf die Generation Z ist auch, dass eine größere Selbstbestimmtheit und Sinnhaftigkeit bei der Arbeit eingefordert wird. Und da hat man doch eine gewisse Überlappung zwischen den Diskussionen im positiven Sinne. Es kann auch in die abwertende Richtung überlappen, wenn es zum Beispiel heißt, “das sind doch auch die, die Freitag nicht zur Schule gehen wollten und stattdessen lieber Klima-Party auf der Straße machen.“ Und schon sind wir wieder bei der „Generation Forderung“ angekommen. Aber es sind im Kern zwei verschiedene Debatten, obwohl es um die gleiche Altersgruppe geht.


Am Ende sitzen die verschiedenen Generationen angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen im selben Boot. Wenn man auf den Arbeitsmarkt schaut, heißt das, dass Unternehmen den Forderungen der Jungen entgegenkommen müssen, weil der Arbeitsmarkt in eine demografische Schrumpfung gehen wird. Man sollte aber auch die Entwicklungsmöglichkeiten sehen, die wir jetzt haben. Als meine Generation auf den Arbeitsmarkt eingetreten ist, hieß das Zukunftsprogramm Agenda 2010, die im Wesentlichen ausgesagt hat, dass mehr Druck auf Arbeitslose ausgeübt wird. Und heute ist die Zukunftsperspektive, dass wir den Schritt machen können, das fossile Zeitalter zu beenden. Dass wir intelligente Digitalisierung einsetzen können, um Arbeit weniger belastend, bereichernder und produktiver zu machen. Jetzt können wir ganz neue Wirtschafts- und Geschäftsmodelle aufsetzen, die uns in dieser Transformation voranbringen.


Enzo Weber 2023, „Die Generation Z revolutioniert die Arbeitswelt nicht“, in: sozialpolitikblog, 07.09.2023, https://difis.org/blog/?blog=75

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